Kleine Hunderassen: Alles über die charmanten Herzensbrecher

Auf dem Land, in der Stadt, bei Familien oder Alleinstehenden: Kleine Hunderassen finden überall ein Zuhause. Kein Wunder, denn was ihnen an Größe fehlt, gleichen sie gekonnt mit ihrem Charme aus. Lernst du einen kennen, wirst du feststellen: Hinter einem kleinen Hund steckt eine große Persönlichkeit.

Spielst du mit dem Gedanken, einen kleinen Hund zu kaufen? Wir geben dir einen Überblick zu den Hunderassen und liefern dir hilfreiche Tipps und spannende Fakten.

Inhalt:

  1. Welcher Hund gilt (offiziell) als klein?
  2. Die 4 beliebtesten kleinen Hunderassen
  3. 15 kleine Hunderassen in der Übersicht
  4. Auch kleine Hunderassen brauchen Erziehung!
  5. Kleiner Hund, wenig Pflege?
  6. Häufige Krankheiten bei kleinen Hunden     
  7. Lebenserwartung bei kleinen Hunderassen
  8. Kleine Hunderassen kaufen: das kosten Sie
  9. Achtung beim Begriff “Teacup-Hunde”!


    Kleiner Hund: Wer gehört in die Kategorie? 


    Wann ist ein Hund klein, mittelgroß oder groß? Das ist Ansichtssache und die Meinungen fallen sehr unterschiedlich aus. Ein 40 cm großer Beagle kann für den einen noch zu den kleinen Hunderassen zählen, während ihn andere ihn schon den großen Hunderassen zuordnen. 


    Für mehr Klarheit sorgt ein Orientierungswert:

    Als kleine Hunderasse bezeichnet man offiziell alle, die maximal 39 cm Widerristhöhe aufweisen. Somit sind in der Liste ganz kleine Hunderassen wie der Bolonka Zwetna, aber auch der wesentlich größere Foxterrier vertreten. 


    Der Widerrist ist die höchste Erhebung an dem Schulterblatt des Hundes. Du kannst die Höhe am besten mit einem Maßband ermitteln. Führe das Band gerade vom Boden über die Vorderläufe bis zur Schulter.



    Fun fact: Ein Chihuahua namens Miracle Milly ist laut Guinness Buch der Rekorde offiziell der kleinste Hund der Welt. Die 2011 geborene Hundedame misst 9,35 cm und bringt gerade mal ein halbes Kilo auf die Waage.

    Das sind die 4 beliebtesten kleinen Hunderassen:


    Suchst du nach kleinen Hunderassen, die nicht wachsen? Die Tierschutzorganisation Tasso e. V. erstellt jährlich eine Top-10-Liste der beliebtesten Hunderassen in Deutschland. Neben großen Hunden wie Labrador, Schäferhund und Co. sichern sich auch vier kleinere Doggos ihren Platz: 


    Platz 4: Französische Bulldogge


    Auf Platz 4 der beliebtesten Hunderassen in Deutschland landet die Französische Bulldogge. Der Frenchie besticht durch sein freundliches und umgängliches Wesen. Zu erwähnen ist, dass diese Hunderasse aufgrund ihrer Kurzköpfigkeit u. a. zu Atemproblemen neigt. 


    Platz 5: Chihuahua


    Die kleinste Hunderasse der Welt ist der Chihuahua. Gerade mal 2 bis 3 kg bringt er auf die Waage und seine Widerristhöhe beträgt maximal 23 cm. Die Hunderasse stammt ursprünglich aus Mexiko und gilt als besonders anhänglich, aber auch als selbstbewusst und mutig. 


    Platz 8: Jack Russel Terrier


    Der Jack Russell Terrier ist besonders bei aktiven Menschen sehr beliebt. Der robuste und charakterstarke Terrier liebt es, sich körperlich zu betätigen und hält auf langen Ausflügen und beim Joggen locker mit. Entscheidest du dich für diesen süßen kleinen Hund, steht also viel Action an.


    Platz 9: Havaneser


    Kleine Familienhunde für Anfänger: Havaneser werden in Deutschland immer beliebter. Menschen schätzen an der kubanischen Hunderasse ihr anhängliches, sanftes Wesen. Gut zu wissen: Bei diesem Gesellschaftshund ist regelmäßige Fellpflege ein Muss.

    15 kleine Hunderassen: Klein, aber oho! 

    Wir haben für dich weitere 15 kleine süße Hunderassen im Überblick:

    • Bichon Frisé
    • Bologneser
    • Bolonka Zwetna
    • Border Terrier
    • Cairn Terrier
    • Dackel
    • Löwchen
    • Malteser
    • Papillon
    • Pudel (Zwergpudel oder Kleinpudel)
    • Russkiy Toy
    • Spitz (Zwerg-, Klein- oder Mittelspitz)
    • Volpino Italiano
    • Welsh Corgi Pembroke / Cardigan
    • Yorkshire Terrier

    Werde ich den Bedürfnissen eines aktiven Terriers gerecht oder möchte ich lieber einen ruhigen Vertreter? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen Menschen, bevor sie sich eine kleine Hunderasse kaufen. Um dir einen Überblick zu verschaffen, empfehlen wir dir unseren Ratgeber-Artikel  “Welcher Hund passt zu mir?” 

    Erziehung und Training sind unverzichtbar – auch für kleine Hunde! 

    So manch einer ist der Ansicht, zu den Besonderheiten von kleinen Hunden zählt es, dass sie mehr als größere Hunde bellen. Ob das tatsächlich der Wahrheit entspricht, lässt sich nicht pauschal nicht beurteilen. Einige kleine Hunderassen wie der Zwergpinscher oder der Dackel gelten als aufmerksam und bellfreudig – große Wachhunde schlagen allerdings auch gerne Alarm. Aggressives und ständiges Bellen kann aber auch ein Zeichen für Unsicherheit oder Angst sein.


    Wird das Training vernachlässigt, hat das bei fast jedem Doggo ein böses Nachspiel. Dieser Zustand bereitet nicht nur uns Hoomans Kopfzerbrechen, sondern bedeutet auch für den betroffenen Hund jede Menge Stress


    Eine Erziehung mit positiver Verstärkung, klarer Kommunikation und liebevoller Konsequenz kann von Anfang an entgegensteuern. Also, auch wenn der Dackelblick einen schwach werden lässt: Erziehung brauchen sowohl kleine als auch große Hunde!

    Kleiner Hund, wenig Pflege?


    Dies trifft vor allem auf kurzhaarige, kleine Hunde wie Zwergpinscher oder Jack Russel Terrier zu. Bei allen Doggos mit langem Haar darf aber die Fellpflege nicht vernachlässigt werden. Das Fell von Havanesern, Zwergspitzen und Co. neigt dazu, schnell zu Knötchen zu bilden, die sich zu schmerzhaften Filzplatten entwickeln.


    Übrigens: Kleine Hunderassen, die nicht haaren sind nicht automatisch pflegeleicht. Zwergpudel müssen sogar mehrmals im Jahr geschoren werden, da ihre lockige Mähne ein Leben lang nachwächst und sonst verfilzt.


    Viele kleine Hunderassen haben auch ein höheres Risiko für Zahnstein. Um vorzubeugen, steht regelmäßiges Zähneputzen auf dem Plan. Ergänzend dazu kannst du deinem kleinen Liebling mit unserem Dentalsnack Fresh Smile zu gesunden Zähnen verhelfen.

    Von welchen Krankheiten sind kleine Hunde besonders betroffen?

    • Bestimmte Hunderassen wie Zwergpudel, Papillon und Pekinese leiden häufiger an der Gelenkerkrankung Patellaluxation
    • Eine zierliche Statur geht auch oft mit Zahnproblemen wie Fehlstellungen oder Zahnstein einher. 
    • Kleine brachyzephale Hunderassen wie Shi Tzu, Mops oder Französische Bulldogge haben mit Atembeschwerden zu tun. Das führt zu unter anderem zu Herzinsuffizienz, Hitzekollaps und auch einem erhöhten Risiko für Übergewicht. 

    Kleine Hunderassen: Lebenserwartung 

    Die Größe hat einen entscheidenden Einfluss darauf, wie alt ein Hund wird. US-amerikanische Forscher stellten in einer 2021 veröffentlichten Studie einen Zusammenhang zwischen Lebenserwartung und einem schnellen Wachstum her. So produzieren größere Hunde in ihrer Wachstumsphase mehr schädliche Radikale, die später zu einer verkürzten Lebensdauer führen.


    Besonders große Hunde wie der Berner Sennenhund haben eine maximale Lebenserwartung von nur 8 Jahren. Zum Vergleich: Ein Dackel wird oft 16 Jahre alt und ein Chihuahua kann seine Familie sogar 20 Jahre lang begleiten. 


    Ein kleinbleibender Hund hat aber längst keine Garantie für ein langes Leben. Andere Faktoren wie Haltung, Ernährung und Pflege spielen eine große Rolle. Achte auch bei deinem kleinen Hund auf eine angepasste Ernährung. Futterergänzungsmittel wie unser Forever Young können zusätzlich die Gesundheit deines Doggos bis ins hohe Alter unterstützen.  

    Kleine Hunderassen kaufen: Die Kosten


    In der Haltung ist ein kleiner gesunder Hund recht preiswert. Das hängt damit zusammen, dass er weniger Futter braucht und das Zubehör wie Bett und Halsband für kleine Hunde günstiger ist. Auch die Kosten für viele rezeptpflichtige Mittel wie Wurmkuren und für Versicherungen fallen niedriger aus. Kleine Hunderassen unter 5 kg können zudem in vielen öffentlichen Verkehrsmitteln kostenfrei mitfahren.


    Einen kleinen Rassehund zu erwerben, kann allerdings eine kostspieliges Unterfangen sein. So verlangen einige Züchter von Zwergspitzen beispielsweise einen Preis von mindestens 1.000 € – auch Inserate mit Preisangaben von 2.000 bis 3.500 € lassen sich finden. 


    Tipp: In den Tierheimen und im Auslandstierschutz warten viele kleine Hunde auf ein liebevolles Zuhause. Mit etwas Recherche findest du auch einen Vierbeiner von deiner gewünschten Hunderasse. Entscheidest du dich für eine Adoption, fällt lediglich eine Schutzgebühr an – und du ermöglichst einer kleinen Fellnase den Start in ein neues, glückliches Leben.

    Achtung beim Begriff “Teacup-Hund”!


    Gibst du im Internet “süße kleine Hunderassen” ein, werden dir unzählige Bilder von extrem kleinen Vierbeinern präsentiert. Dabei handelt es sich um sogenannte Teacup-Hunde, die von unseriösen Züchter*innen zum Verkauf angeboten werden. Die Teacup-Zucht ist hierzulande laut des Deutschen Tierschutzgesetzes verboten.


    Von diesem fragwürdigen “Modetrend” sind vor allem Zwergspitze, Zwergpudel, Chihuahuas und Yorkshire Terrier betroffen. Hierbei werden die winzigsten Hunde aus dem Wurf ausgewählt und später für die Zucht eingesetzt. Die Nachkommen überschreiten nicht die 2 Kilogramm Grenze und werden nicht größer als 20 cm. 


    Eine extrem kleine Größe geht mit unzähligen gesundheitlichen Beschwerden wie z. B. einer offenen Fontanelle und dem erhöhten Risiko von Knochenbrüchen einher. Auch die Lebenserwartung solcher Mini-Hunde liegt deutlich unter dem Durchschnitt. 



    Team mammaly
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